Wirtschaft

Südeuropäer lehnen deutsche EZB-Führung ab

By 6. März 2018 No Comments

Besonders Frankreich, Italien und Portugal wenden sich gegen den möglichen deutschen Bewerber für das Spitzenamt in der Europäischen Zentralbank (EZB), obwohl eine ungeschriebene Verständigung eigentlich turnusgemäß eine deutsche Besetzung vorsähe. Hintergrund dessen dürfte sein, daß besagte Staaten de facto pleite sind, sich – eigentlich illegal – über die EZB finanzierten und nun Angst davor haben, entweder keine weitere Staatsfinanzierung durch die Druckerpresse zu erhalten oder mit der eigentlich vorgeschriebenen Geldwertstabilität ihre Schulden nicht mehr wunschgemäß über eine (die deutschen Sparer belastende) Geldentwertung „bezahlt“ zu bekommen. Wahrscheinlich würde Jens Weidmann als deutscher Kandidat die EZB wieder zur Einhaltung der europäischen Verträge und des Rechts zwingen und damit die „Betrugspläne“ insbesondere zu Lasten der nordeuropäischen Sparer konterkarieren. Anders als der zum Vizepräsident designierte und akzeptierte spanische Wirtschaftsminister wäre Jens Weidmann zudem auch der erste Kandidat für die oberste EZB-Führung ohne frühere Goldman Sachs-Zugehörigkeit.